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Kino: Sherlock Holmes

Sherlock Holmes hat es nun ganz neu ins Kino geschafft - mit in meinen Augen guter Besetzung der einzelnen Rollen! Besonders Rachel McAdams als Irene Adler hat mich sehr überzeugt, aber auch Jude Law als Dr. Watson und Robert Downey Jr. als Sherlock Holmes lassen sich sehen. Mark Strong, der mir bis dahin unbekannt war, spielt den Bösewicht so ausgezeichnet, dass ich nicht umhin komme, mir weitere Filme mit ihm anschauen zu wollen.

Zur Story:
Sherlock Holmes verhaftet Lord Blackwood, einen Schwarzmagier, der reihenweise Frauen tötet. Vor seiner Hinrichtung teilt er Holmes mit, dass dies erst der Anfang eines viel größeren Plans sei. Zwar stellt Dr. Watson als sachkundiger Arzt den Tod Blackwoods nach dessen Hinrichtung (Strang) fest, doch kurz darauf wird er wieder unter den Lebenden gesichtet. Holmes & Dr. Watson widmen sich nun also der Aufgabe festzustellen, ob Blackwood tatsächlich noch lebt und wenn ja, wie dies gelingen konnte. Unterstützung erhalten sie dabei von Irene Adler, der einzigen Frau, die Holmes jemals als ebenbürtig anerkannt hat. Nebenbei geschehen einige Morde und andere skurile Dinge, Holmes hat also viel zu tun.

Meine Meinung:
Ich habe einige Holmes-Romane gelesen, das Bild, dass Conan-Doyle von ihm zeichnet, ist anders als der Holmes im Film. Beide sind extrem intelligent und können anhand von wenigen Indizien den genauen tathergang rekonstruieren, jedoch ist der Holmes aus dem Film schmutziger. Sein Charakter wirkt tiefer, er scheint mehr als bloß eine rationale, geniale Denkmaschine zu sein. Das ist ein grundlegender Unterschied, den wohl die eingefleischten Holmes-Fans niemals verzeihen können. Mich hat es allerdings nicht gestört.
Das Zusammenspiel von Watson und Holmes hingegen ist sehr gut gelungen, es ist stets von Ironie und gegenseitigem Necken gekennzeichnet, aber auch von Respekt und tiefer Freundschaft.
Irene Adler nimmt in diesem Film die Rolle der femme fatale ein, die selbst auch höchst intelligent und damit auch für Holmes begehrenswert ist - ein weiterer Unterschied zum Buch, wo die Gefühle Holmes für Irene Adler stets auf der rationalen Ebene bleiben.
Die Geschichte selbst passt sehr gut in die Reihe der Holmes-Geschichten, da sie anfangs übernatürlich und fantastisch wirkt, durch Holmes und Watson jedoch sämtliche Vorfälle wissenschaftlich erklärt werden können. Das ist auch der größte Reiz an diesem Film, denn der Bösewicht ist ja von Anfang an bekannt. Trotzdem gibt es immer mal wieder überraschende Wendungen und mit jeder Figur, die neu eingeführt wird, steigt die Unübersichtlichkeit. Wenn man dem Film folgen will, muss man also wirklich sehr aufmerksam sein, es ist eben doch irgendwo ein echter Holmes, mit dem hält man nicht so leicht mit.
Am Ende fügt sich alles zu einem großen Puzzle zusammen, man durchschaut den Plan von Blackwood und versteht, wie er ihn umsetzen wollte. Trotz allem bleiben einige Fragen ungeklärt und die Erwähnung des Professor Moriarty - bekannt als genialer Gegenspieler des Roman-Holmes - zum Schluss weist deutlich auf eine mögliche Fortsetzung hin.

Fazit:
Allemal sehenswerter Film, solange man über die nicht immer ganz korrekte Umsetzung der Holmes-Figur hinwegsehen kann. Ich werte ihn mit einer 2+.
 

15.2.10 14:17
 


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