~*~ Bithyas kleine Welt ~*~

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch



* Themen
     Film-Kritiken
     Buch-Kritiken
     Kurzgeschichten

* Links
     Mein Haupt-Blog
     kino.de
     Knuddels.de






Kino: Percy Jackson - Diebe im Olymp

Der Trailer kündigt es groß an: "Von dem Macher von Harry Potter 1 und 2" sei dieser Film - und tatsächlich ist die Handschrift unverkennbar.

 

Zum Inhalt:

Percy Jackson ist ein ganz normaler Schüler der High School, der allerdings an Legasthenie und ADS leidet. Bei einem Museums-Besuch wird er von seiner Englisch-Lehrerin angefallen, die sich in ein furchtbares Monster verwandelt. Sein bester Kumpel, der Museums-Führer und seine Mutter erklären ihm daraufhin, dass er kein normaler Mensch ist, sondern ein Halbgott, und dass Zeus vermutet, er habe dessen Götterblitz gestohlen. Wenn der Blitz nicht zur Sommersonnenwende zurückgebracht wird, bricht Krieg im Olymp aus.

Bei dem Versuch, Percy in Sicherheit zu bringen, wird die Mutter getötet. Er landet daraufhin in einem Camp für Halbgötter und erfährt, dass sein Vater Poseidon, einer der großen drei, ist. Zusammen mit seinen neuen Freunden, der Athene-Tochter Annabeth und dem Satyr Grover, bricht Percy heimlich auf, um seine Mutter aus den Fängen von Hades zu befreien. Luke, Sohn des Hermes, gibt ihnen dabei einige nützliche Ausrüstungsgegenstände und Tipps mit: Fliegende Schuhe, einen ausfahrbaren Schild und eine Karte, die sie zum Versteck von drei Perlen führt, mit deren Hilfe man aus der Unterwelt fliehen kann.

Die erste Perle ist in den Klauen der Medusa, die zweite wird von der Hydra bewacht und die dritte ist mitten im Lotus-Casino in Vegas, in dem man mittels essbaren Lotus-Blüten in Trance versetzt wird und auf ewig Spaß hat. Sobald sie alle zusammen haben, brechen sie in die Unterwelt auf, um Percys Mutter zu befreien und anschließend im Olymp dessen Unschuld zu bezeugen. Ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

 

Meine Meinung:

... oder auch nicht. Nervenaufreibend sind in diesem Film höchstens die vorhersehbaren Entwicklungen und die stereotypen Charaktere.

Percy Jackson ist der Proto-Typ des ahnungslosen Helden, der in seiner vorigen Welt der absolute Looser ist und dann plötzlich alles kann und alles weiß. Sein Freund Grover ist der typische Spaßvogel an der Seite des Helden, der ihn erst in die Geheimnisse einführt und sehr weise wirkt und dann aber mit fortschreitender Story immer mehr zum Gag-Lieferanten verkommt. Annabeth hingegen ist die typische Schöne, die zudem noch wahnsinnig gut kämpfen kann und unnahbar wirkt, aber natürlich doch Gefühle für den Helden entwickelt.

Alle anderen Figuren haben nur sehr kurze Auftritte, was besonders bei einem Pierce Brosnan als Zentaur und Camp-Leiter, einem Sean Bean als Zeus oder einer Uma Thurman als Medusa sehr traurig ist. Die schauspielerische Leistung der drei Hauptcharaktere ist okay, aber nicht überragend, so dass man sich fragt, warum man große Charakter-Schauspieler wie Sean Bean und Uma Thurman nur einen so kurzen Auftritt gewährt. Gerade letztere als einsame, rachsüchtige, aber vor allem auch verführerische Medusa spielt alle anderen an die Wand - in nicht mal 10 Minuten! Besonders großartig spielt auch Rosario Dawsons (Sin City, Death Proof, MiB II) in der Rolle der Persephone: Sie ist verführerisch, arrogant und durchtrieben. Eine bessere Besetzung für die gefangen gehaltene Ehefrau des Hades hätte man nicht finden können.

Die Handlung entwickelt sich, wie man es erwartet: Der Held wird in die neue Welt eingeführt, erfährt alles mögliche, schnappt sich zwei Freunde und bricht auf, um Hades auszutricksen und den Götterkrieg zu verhindern. Sogar Wendungen, die wahrscheinlich überraschend wirken sollen, sind vorhersehbar. So ist von Anfang an klar, dass Luke, der Sohn des Hermes, ein Böser ist und es verwundert nicht weiter, dass der Götterblitz plötzlich in dem Schild, den er den Freunden vermacht hat, auftaucht.

Schaut man sich die Kulisse an und die Bilder, die einem dieser Film präsentiert, merkt man jedoch sofort, dass ein Regisseur dahinter steckt, der weiß, wie man Fantasy verpacken sollte. Chris Columbus schafft es, die Welt außerhalb des Camps und des Olymps natürlich-langweilig, eben bekannt wirken zu lassen. Umso imposanter gestaltet er jedoch die Unterwelt, den Olymp oder das Halbgott-Trainingscamp. Auch die verschiedenen Gestalten aus den Mythen sind sehr gut nachempfunden: Sei es die furchteinflößende Furie, die Hydra, Medusa, Zentauren oder Satyre - sie alle wirken sehr echt und trotzdem nicht so, dass man als Kind Alpträume davon bekommen würde. Die Umsetzung des Kinderbuches ist hier also gewiss gelungen.

 

Fazit:

In Anbetracht der vorhersehbaren Story, der mittelmäßigen Schauspielerischen Leistung der Hauptcharaktere sowie der grandiosen Bilder werte ich den Film mit einer 3+ - sehenswert und unterhaltsam, aber nichts, was einen vor Begeisterung vom Hocker haut.

16.2.10 14:15
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung